F3 Forest and Farming for Future entstand 2022
aus einer Überzeugung: Der Wald in Deutschland braucht keine Verwalter — er braucht
Unternehmer, die langfristig denken.
Der Ausgangspunkt war ein konkretes Problem: Wälder in Brandenburg und Sachsen-Anhalt,
geschwächt durch Trockenheit, Schädlingsbefall und Jahrzehnte forstlicher Monokultur,
stehen vor einem notwendigen Umbau — und die klassischen Finanzierungswege der
Forstwirtschaft reichen dafür nicht aus.
Die Idee von F3 war einfach und radikal zugleich: den Waldumbau nicht als Kostenpunkt zu
begreifen, sondern als Wertschöpfungsprozess. Klimaresilienz, Biodiversität und
CO₂-Speicherleistung sind keine weichen Ziele — sie sind messbar, zertifizierbar und
damit finanzierbar.
Durch den Aufbau eines unabhängig geprüften Zertifizierungsrahmens nach
Wald-Klimastandard sollte der Waldumbau sich selbst tragen — und gleichzeitig ein neues
ökonomisches Modell für den Privatwald in Deutschland beweisen.
Damit F3 mehr sein kann als ein Einzelbetrieb, wurde der Wald von Anfang an als Project
Space konzipiert: offen für Wissenschaft, Entwicklung und technologische Partner, die im
realen Waldkontext arbeiten wollen. Aus einem Forstbetrieb wurde so ein
interdisziplinäres Netzwerkprojekt — mit dem Ziel, zu zeigen, dass Waldwirtschaft und
Klimaschutz kein Widerspruch sind, sondern ein neues ökonomisches Optimum.